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BMW-Welt neu entdecken


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Gebäude der BMW-Welt:
Das Architekturbüro Coop Himmelb(l)au hat den Doppelkegel entworfen, der Dynamik ausstrahlen soll.

Über die Welt hinaus

Das Angebot für BMW-Kunden, die ihr Auto abholen, umfasst künftig auch einen kostenlosen Besuch des Museums und der Produktion. Das BMW-Museum, das im Frühjahr 2008 wieder eröffnet wird, wurde von 1000 auf 5000 Quadratmeter erweitert, der Besucherparcours umfasst 25 Ausstellungsbereiche. Die Besichtigung der Fertigung ist ab Oktober 2007 möglich. Der Hersteller hat einen neuen Besucherweg konzipiert, der Einblicke in alle Bereiche des Autobaus gewähren soll.

München. Endlich ist es so weit: Das ersehnte Auto steht zur Abholung bereit. Über eine frei stehende Treppe wird der Kunde von seinem persönlichen Betreuer zur Übergabeplattform geleitet. Auf einer Drehscheibe wird ihm sein neuer Wagen von allen Seiten präsentiert. Zahlreiche Schaulustige auf der Galerie beobachten die Übergabe. Dann darf der Kunde auf der "Plaza" eine Ehrenrunde drehen. An diesem Tag ist der Kunde König. Nur für ihn wurde die neue BMW-Welt erschaffen.

Der Premiumhersteller will den Selbstabholern ein unvergessliches Erlebnis bieten: BMW hat die Fahrzeugauslieferung als Kundenbindungsinstrument wiederentdeckt. 1993 hatte der Hersteller die Selbstabholung eingestellt. Doch Marktforschungen hatten ergeben, dass die Kunden ihr Fahrzeug gern direkt beim Hersteller in Empfang nehmen.

BMW reagierte und investierte über 100 Millionen Euro in das neue Erlebnis- und Auslieferungszentrum am Münchner Olympiapark. Nach mehr als sechs Jahren Planungs- und Bauzeit wird das Gebäude mit dem 28 Meter hohen Doppelkegel nun endlich am 20. Oktober eröffnet. Eigentlich sollte es schon ein Jahr früher, pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft im Juni 2006, fertig sein.

Im Gegensatz zur Autostadt des Volumenherstellers VW gewährt der Premiumanbieter BMW jedem Interessierten Einlass - und zwar kostenlos. "Wir wollen neue Kunden erobern. Durch die Inszenierung wird beim Besucher die Begehrlichkeit geweckt, auch ein Auto dieser Marke zu besitzen", sagt der Marketingleiter der BMW-Welt, Roman Diehl. "Dadurch, dass wir die BMW-Welt jedem zugänglich machen, erhoffen wir uns auch, an neue Adressen heranzukommen."

In dem großzügig angelegten, lichtdurchfluteten Gebäudekomplex können die Besucher nicht nur die Modellpalette begutachten: "Der Gast wird in der BMW-Welt mit einbezogen. Er soll nicht nur konsumieren, sondern sich aktiv beteiligen", so Diehl. Gästebetreuer stehen für Gespräche bereit, Probefahrten beim Händler können elektronisch vereinbart werden.

Jährlich werden 850.000 Menschen über den breiten Boulevard flanieren, der sich quer durch den 25.000 Quadratmeter großen oberirdischen Teil des Gebäudes zieht, prognostiziert Diehl. Er geht zudem davon aus, dass rund 250 Kunden täglich die BMW-Welt mit ihrem neuen Auto verlassen. Den Selbstabholern wird zuvor nicht nur ihr Fahrzeug ausführlich erklärt, sie können sich auch über Innovationen bei Design und Technik sowie über das Segel- und Formel-1-Engagement von BMW informieren oder eine der wechselnden Ausstellungen besuchen.

Für Pausen stehen vier gastronomische Betriebe zur Wahl. Mit dem "Junior Campus" hat BMW zudem einen pädagogisch ambitionierten Erlebnisbereich für Kinder entwickelt. Hier können diese zum Beispiel anhand riesiger Kugeln erfahren, wie Kräfte auf Körper wirken.

Zum BMW-Welt-Angebot gehören auch das imposante, 950 Quadratmeter große Auditorium sowie mehrere Veranstaltungs- und Seminarräume. Hier sollen Tagungen, Konferenzen, Konzerte und Theateraufführungen stattfinden.



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Montag, 04. Juni 2007, 00.03 Uhr Artikel versenden Artikel drucken

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